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Suizide sind keine Einzelfälle
Die Selbsttötung – auch Selbstmord oder Suizid genannt – ist in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen: Fast 12.000 Menschen nehmen sich nach offiziellen Statistiken jedes Jahr das Leben – deutlich mehr als jährlich im Straßenverkehr sterben. Nach der Ansicht von Psychiatern und Therapeuten ist die wirkliche Zahl sogar noch höher: Vermutlich verbirgt sich hinter einer Reihe von Verkehrs- und Drogen-Todesfällen ebenfalls ein Selbsttötungsakt, der nicht als solcher erkannt wird.
Auch in anderen Ländern sind Selbstmorde ein Problem, die Zahlen unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Auf 100.000 Menschen in der Bevölkerung bezogen verüben in Deutschland knapp 15 pro Jahr Selbstmord, in Griechenland nur knapp drei, aber in der Ukraine über 28. Sehr viel höher als die Zahl „erfolgreicher“ Selbstmorde ist die Anzahl der Versuche dazu: Experten schätzen, dass 10-mal mehr Personen versuchen sich umzubringen als sich letztlich wirklich selbst töten. Das bedeutet, allein in Deutschland gibt es weit mehr als 100.000 Suizidversuche pro Jahr!
Männer begehen 2- bis 3-mal häufiger Selbstmord als Frauen, diese unternehmen allerdings öfter einen Selbstmordversuch. Zwar gibt es Selbstmorde in jedem Alter, die meisten Frauen, die sich selbst umbringen, tun dies jedoch zwischen 40 und 50 Jahren, Männer sind im Durchschnitt sogar noch etwas älter.
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