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Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen

Herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz.

Was sind Schlafstörungen?

Schlafstörungen (Insomnie) äußern sich entweder in dem Gefühl, schlecht ein- oder durchzuschlafen, oder aber in dem Gefühl, tagsüber vermehrt müde zu sein, wobei natürlich beide Beschwerdekomplexe gleichzeitig auftreten können. Kurzfristige Schlafstörungen für wenige Tage treten bei nahezu allen Menschen in bestimmten belastenden Situationen oder während körperlicher Erkrankungen auf und sind harmlos. Schlafstörungen allerdings, die länger als 3 bis 4 Wochen andauern, erfordern eine ausführliche Klärung der Ursachen, die sowohl im Bereich der seelischen als auch im Bereich der körperlichen Gesundheit liegen können. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen überhaupt und betreffen mindestens 10 % der Bevölkerung.

Ein- und Durchschlafstörungen, Müdigkeit, Früherwachen
Tagesmüdigkeit kann ein Symtom von Schlafstörungen sein

Der Mensch schläft 7 bis 8 Stunden pro Nacht, wobei das Schlafbedürfnis individuell sehr unterschiedlich sein kann, so dass manche Menschen durchaus ihr ganzes Erwachsenenleben lang mit 6 Stunden Schlaf auskommen, während andere bis zu 9, ja bis zu 10 Stunden Schlaf brauchen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Gesamtschlafdauer über den ganzen Tag gesehen etwas ab, aber nicht deutlich. Ältere Menschen wachen einerseits in der Nacht häufiger auf und halten andererseits häufiger „Nickerchen“ am Tage.

Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf tragen ganz wesentlich zur Gesundheit bei, Schlafstörungen beeinträchtigen die seelische Stabilität und können sogar zu psychiatrischen Erkrankungen wie zu Depressionen führen. Darüber hinaus können Schlafstörungen auch die körperliche Gesundheit beeinträchtigen, sie schwächen das Immunsystem und gehören zu den möglichen Ursachen der Zuckerkrankheit.

Fachliche Unterstützung: Prof. Dr. Thomas Pollmächer (Autor), Ingolstadt (DGPPN) und Prof. Dr. med. Martin Hatzinger, Solothurn (SGPP)