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 Kinder & Jugendliche /  Das ängstliche Kind

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Das ängstliche Kind
 

Das ängstliche Kind

Alle Kinder haben manchmal Angst, was zu bestimmten Zeitpunkten der Entwicklung natürlich ist. Zum Beispiel können gesunde Kinder im Alter zwischen ungefähr 7 Monaten und dem Vorschulalter starke Angst entwickeln, wenn sie von ihren Eltern oder anderen ihnen nahen Menschen getrennt werden. Kleine Kinder können kurzlebige Ängste entwickeln (z.B. Angst vor Dunkelheit, Stürmen, Tieren oder Fremden). Wenn die Ängste sich allerdings verstärken und die täglichen Aktivitäten und Erfahrungen der Kindheit, wie von den Eltern getrennt zu werden, regelmäßiger Schulbesuch, sowie Freunde gewinnen, beeinflußt werden, sollten die Eltern überlegen, den Rat eines Kinder- und Jugendpsychiaters zu suchen.

Ein Kind oder Jugendlicher mit schweren Trennungsängsten könnte die folgenden Auffälligkeiten zeigen:

  • Konstante Gedanken und Ängste bezüglich der eigenen Sicherheit und der der Eltern
  • Verweigerung des Schulbesuchs
  • Häufige Magenschmerzen und andere körperliche Beschwerden
  • Starke Ängste außerhalb des Elternhauses zu übernachten
  • Sehr anhängliches Verhalten zu Hause
  • Panik oder Anfälle ("Koller","Rappel") bei der Trennung von den Eltern

Einige ängstliche Kinder haben Angst, Freundschaften zu schließen, oder jemanden anzusprechen und haben meistens außerhalb der Familie wenig Freunde. Andere Kinder mit starken Ängsten denken viel über etwas nach, bevor es eintritt oder sorgen sich immer über die Schule, ihre Freundschaften und Freizeitaktivitäten.

Ängstliche Kinder sind oft innerlich angespannt oder nervös. Einige von ihnen brauchen viel Rückversicherung, und ihre Sorgen behindern sie bei ihren Aktivitäten oder halten sie davon ab, etwas Neues zu wagen.

Weil ängstliche Kinder oft ruhig und folgsam sind, mit dem Bestreben zu gefallen und keine Probleme zu machen, werden ihre Probleme oft übersehen. Eltern sollten deshalb auf die Anzeichen großer Ängstlichkeit achten, so daß sie zeitig eingreifen und dem Kind helfen können, um Komplikationen zu verhindern. Eine frühe Behandlung kann Folgeprobleme wie den Verlust von Freundschaften, nicht erreichtem sozialen Status oder akademischen Grad und verminderte Selbstachtung verhindern. Starke Ängstlichkeit bei Kindern kann behandelt werden, z.B. mit: Psychotherapie, Familientherapie, Medikamenten, Verhaltenstherapie und Besuch der Schule. Diese Verfahren können auch kombiniert werden.

 
 
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