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 Kinder & Jugendliche /  Essstörungen

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Essstörungen
 

Essstörungen

Bei Kindern und Jugendlichen sind übermäßiges Essen durch innere Spannungen und Konflikte, schlechte Ernährungsgewohnheiten und Ernährungsmoden relativ häufige Probleme. Zusätzlich nehmen zwei psychiatrische Eßstörungen bei Mädchen und jungen Frauen zu, nämlich die Anorexia nervosa und die Bulimie. Diese beiden Störungen kommen auch bei Jungen vor, allerdings nur sehr selten. Die Kinder- und Jugendpsychiater sind ausgebildet, diese psychiatrischen Störungen, die durch die intensive Beschäftigung mit der Nahrung gekennzeichnert sind, zu diagnostizieren und zu behandeln. Eltern erkundigen sich oft danach, an welchen Symptomen die Anorexia nervosa und die Bulimie erkannt werden können, was manchmal dadurch erschwert wird, daß die Kinder und Jugendlichen diese schweren und manchmal tödlichen Erkrankungen über Monate oder sogar Jahre erfolgreich vor ihren Eltern verstecken.

Eltern sollten auf die folgenden unterschiedlichen Symptome und Warnzeichen der Anorexia nervosa und der Bulimie achten: Typischerweise sind Anorexia nervosa - Patientinnen perfektionistisch und erbringen in der Schule sehr gute Leistungen. Gleichzeitig leiden sie an geringem Selbstbewußtsein und an der irrationalen Vorstellung, sie seien zu dick, egal wie dünn sie auch werden. Mit dem verzweifelten Gefühl, ihr Leben kontrollieren zu müssen, erfahren diese Mädchen oder junge Frauen das Gefühl der Körperkontrolle nur, wenn sie "Nein" sagen zu dem normalen Verlangen ihres Körpers nach Nahrung. Der unbarmherzige Kampf, dünn zu sein, führt zum Verhungern durch eigenen Willen, wobei es oft zu schweren körperlichen Schäden kommt, die in einigen Fällen zum Tod führen.

Die Symptome der Bulimie unterscheiden sich von denen der Anorexia nervosa. Die Patienten "stopfen" große Mengen kalorienreicher Nahrung in sich hinein und "reinigen" dann ihren Körper von den gefürchteten Kalorien durch selbst herbeigeführtes Erbrechen oder manchmal auch durch den Gebrauch von Abführmitteln. Diese Freßorgien können sich mit extremen Diäten abwechseln, was zu dramatischen Gewichtsschwankungen führt. Manchmal versuchen die Patientinnen auch, das Erbrechen zu verheimlichen, indem sie lange Zeit im Badezimmer verbringen und den Wasserhahn aufdrehen. Das Erbrechen und eventuell häufiger Stuhlgang durch den Gebrauch von Abführmitteln stellen eine ernste Gefahr für die Gesundheit des Patienten dar, mit der Folge der Dehydratation (Entwässerung des Körpers), hormoneller Mangelerscheinungen und Fehlregulationen, Mangel an Mineralstoffen und Schädigung lebenswichtiger Organe.

Bei adäquater Behandlung können die Patienten von ihrer Krankheit geheilt werden, oder den Umgang damit lernen. Wenn Eltern Symptome der Anorexia nervosa oder der Bulimie bei ihren Kindern feststellen, sollten sie ihren Hausarzt oder Kinderarzt aufsuchen und um Überweisung zu einem Kinder- und Jugendpsychiater bitten, der über umfassende Erfahrung in der Behandlung dieser Krankheit verfügt.

 
 
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