Eine Psychose ist keine unheilbare Erkrankung, bei vielen der Betroffenen nimmt sie einen günstigen Verlauf. Etwa bei einem Drittel der Patienten heilt die Psychose nach einem einzigen Krankheitsschub aus, ohne dass etwas zurückbleibt. Bei einem weiteren Drittel kommt es zu mehreren psychotischen Schüben über einen längeren Zeitraum mit dazwischen liegenden be-schwerdefreien Abschnitten. Lediglich bei etwa einem Drittel kommt es zur chronischen Form mit ständig vorhandenen Symptomen oder einer anhaltenden Persönlichkeitsveränderung.
Meistens bricht die Krankheit zum ersten Mal zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr aus. Lange bevor dieser erste Höhepunkt erreicht wird, verhalten sich die Betroffenen bereits auffällig. Diese frühen Anzeichen werden oft als vorübergehende Krisen, neurotische Konfliktreaktionen oder andere psychische Störungen missgedeutet. Die zielgerichtete Behandlung setzt erst ein, wenn sich die erste akute Phase der Psychose zeigt. Dann ist aber oft schon wertvolle Zeit ver-loren. Denn wie bei vielen anderen Erkrankungen gilt auch hier: Je früher eine fachgerechte Therapie beginnt, desto günstiger ist der Krankheitsverlauf.