In Untersuchungen wurde bei 70-80% der jugendlichen Magersüchtigen nach Therapie ein guter Heilungserfolg beobachtet. Knapp ein Fünftel bot einen eher ungünstigen Verlauf mit einer hohen Rückfallrate bzw. entwickelte eine Ess-Brech-Sucht (Bulimie). In ca. 5% der Fälle sterben – vor allem erwachsene - Magersüchtige an den schweren körperlichen Auswirkungen (Austrocknung, akutes Herz- oder Nierenversagen). Wird die Magersucht chronisch und dauert über ein Jahrzehnt an, erhöht sich die Todesrate auf 15%.
Patienten mit einem frühen Beginn der Störung (ab 14 Jahren) und einem rechtzeitigen Therapiebeginn weisen eine bessere Prognose auf. Beginnt die Erkrankung allerdings schon vor dem 11. Lebensjahr ist die Langzeitperspektive schlechter. Je niedriger das Ausgangsgewicht und je länger die Ess-Störung andauert, um so ungünstiger sind die Heilungschancen der Betroffenen.
Aus Erfahrungsberichten von „ehemaligen“, erfolgreich therapierten Magersüchtigen weiß man, dass die Themen „Essen“, „Gewicht“ und „Figur“ immer einen wichtigen Platz in ihrem Leben einnehmen werden und ein völlig normales gesundes Ess-Verhalten nur mit viel Selbstdisziplin aufrechtzuerhalten ist.