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Burnout-Syndrom
 
Burnout-Syndrom

Therapie

Wegen der Verschiedenartigkeit des Krankheitsbildes kann es keine standardisierte The­ra­pie geben, sie muss sich vielmehr nach der individuellen Diagnose richten. In jedem Fall gilt: Je früher man mit der Behandlung beginnt, desto besser. Anfangs reicht oft ein gezieltes körperliches Training aus. In der letzten Burnout-Phase, wenn die Leistung bereits gesunken ist, braucht der Patient meist eine Psychotherapie oder ggf. für eine gewisse Zeit Medikamente zum besseren Ein- bzw. Durchschlafen oder Antidepressiva, wenn sich bereits Zeichen einer schweren oder mittelschweren Depression eingestellt haben.

Zuerst muss der Psychiater/Psychotherapeut/Nervenarzt in einfühlsamen Gesprächen herausfinden, welche psychischen Probleme und Belastungen zum Ausbruch der Krankheit geführt haben. Seine Aufgabe ist es, den Betroffenen wieder zu einer gesunden und geordneten Lebensführung zurückzubringen ‑ vor allem was die Faktoren Schlaf, Genussgifte, Erholungsbedarf, Ernährungsverhalten und körperliche Aktivität betrifft. Übungen zur Stress- und Konfliktbewältigung sowie das Erlernen eines guten Zeit­managements können dabei hilfreich sein. Auch die Arbeitsplatz-Situation, die häufigste Ursache des Burnout-Syndroms, muss diskutiert werden. Wichtig ist hier eine umfassende Aufklärung der meist komplexen Ursachen, eine intensive Motivationsarbeit und vor allem das Gefühl des Betroffenen, vom Therapeuten ver­standen und angenommen zu werden. Eine Burnout-Therapie ist keine vorüber­gehende Maßnahme: Ziel dieser Therapie ist es, die Lebensgewohnheiten und Selbsteinschätzung des Betroffenen nachhaltig zu verändern und Bewältigungsstrategien für den Alltag zu vermitteln.

Je nach Beschwerdebild ‑ mehr erschöpft-resigniert, mehr unbestimmt-ängstlich oder mehr angespannt oder apathisch usw. ‑ hat der Arzt verschiedene Medikamente an der Hand, die den Zustand des Patienten verbessern können. Beispiels­weise stehen pflanzliche Wirkstoffe wie Johanniskraut (stimmungsstabilisierend) oder Baldrian-, Hopfen-, Melisse-, Passionsblume-Präparate (beruhigend) zur Verfügung. Ansonsten bieten sich zeitlich begrenzt Beruhigungs- und Schlafmittel an, eventuell leichte Neuroleptika und Antidepressiva.

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