Psychosen verändern das Leben der Betroffenen nachhaltig und zwar nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich. An einer Psychose Erkrankte können häufig ihre Berufstätigkeit wenn überhaupt nur noch mit großer Anstrengung ausüben. Vielen Patienten droht dadurch eine län-gerfristige Arbeitslosigkeit. Hier gilt es mit Hilfe des betreuenden Arztes und einem Rehabilita-tionsberater, beschützte Arbeitsplätze in bestimmten Firmen oder in Betrieben zu finden, die eigens für psychisch Kranke geschaffen wurden. Im günstigsten Fall können die Betroffenen wieder stufenweise in ihren Arbeitsplatz eingeführt werden. Das kann durch eine vorüberge-hende Teilzeitarbeit mit geringerer Belastung geschehen – eine Absprache zwischen Arbeitge-ber und Krankenkasse.
Psychotisch erkrankte Mütter können unter Umständen ihren Haushalt nicht mehr versorgen. In diesen Fällen kann der sozial-psychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes oder eine Sozial-station unterstützend eingreifen.
Vor allem nach der Entlassung aus einem psychiatrischen Krankenhaus fühlen sich manche Kranke einsam und von sozialer Isolierung bedroht. In so genannten Patienten-Clubs bekom-men sie an den Wochenenden und abends die Möglichkeit andere Menschen kennen zu lernen. An manchen Orten stehen auch Tagesstätten zur Verfügung.