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Bipolare Erkrankungen
Erste Anzeichen
Im Vordergrund der bipolaren Erkrankung kann einerseits die Manie, andererseits auch die Depression stehen. Die Diagnose lässt sich meist erst im Verlauf stellen, wenn beide Stimmungsextreme beobachtet wurden. In der Manie bedeutet das: Der Betroffene fühlt sich voller Energie, die Stimmung ist gehoben, bei vielen jedoch auch sehr gereizt, er schläft meist nur noch 4 – 5 Stunden, fühlt sich aber trotzdem voller Energie. Er redet wie ein Wasserfall, ist sprunghaft und unkonzentriert, überschätzt sich selbst bis hin zum Größenwahn. Alles ist übersteigert: Gesprächigkeit, Geselligkeit, Geldausgaben. Auf die manische Phase kann die Depression entweder direkt als depressive „Nachschwankung“ oder auch später als einzelne Episode folgen. Die Betroffenen sind dann energie- und antriebslos. Sie verlieren ihr Interesse und können sich zu nichts mehr aufraffen. Häufig sind sie nicht mal mehr traurig, sie empfinden einfach gar nichts. Auch das umgekehrte Erscheinen kann vorkommen: Beginn mit einer Depression mit hypomaner Nachschwankung oder isoliert davon auftretend eine manische Phase. Sehr selten gibt es das reine Auftreten ausschließlich manischer Phasen.
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