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Bipolare Erkrankungen
Allgemeines
Mal himmelhoch jauchzend (manisch), dann wieder zu Tode betrübt (depressiv) - so lassen sich stark vereinfacht die wechselhaften Stimmungen von Patienten, die an einer bipolaren Störung leiden, umschreiben. Handelt es sich hierbei um eine Persönlichkeitseigenschaft ohne schwerwiegende Folgen für den Betroffenen und die Umgebung, spricht man von „Zyklothymie“. Sind diese Phasen jedoch schwerer ausgeprägt, d.h. Phasen von Depression und Phasen von Überdrehtsein mit Gereiztheit oder Hochstimmung, und verursachen Leid bzw. Folgen für den Betreffenden, spricht man von manisch-depressiver Erkrankung. Man schätzt, dass etwa 1 bis 3 % der Bevölkerung betroffen sind. Frauen und Männer erkranken jeweils gleich häufig. Viele Patienten erleben ihre erste Krankheitsepisode um das 18. Lebensjahr herum, doch meist wird die Störung erst später erkannt.
Über die Ursachen der Erkrankung ist noch nicht viel bekannt. Erbliche Veranlagung und äußere Einflüsse wie belastende Ereignisse scheinen eine gewisse Rolle zu spielen. Häufig sind es kreative Menschen, die an einer bipolaren Erkrankung leiden. Zu den berühmtem Beispielen aus der Vergangenheit und Gegenwart zählen unter anderem Ernest Hemingway, Virginia Woolf, Vincent van Gogh, Robert Schumann und Tom Waits.
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