Menschen, die unter einer Depression leiden, können mit Hilfe der so genannten Transkraniellen Magnetischen Stimulation (TMS) erfolgreich behandelt werden. Bei fast einem Drittel der Patienten mit einer Depression ist eine medikamentöse Therapie nicht ausreichend wirksam, so dass zusätzliche Behandlungsoptionen von großer Bedeutung sind. Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania in Philadelphia konnten die Effektivität der TMS zum ersten Mal in einer größer angelegten Studie mit 301 Teilnehmern zeigen, die nicht auf eine Therapie mit Antidepressiva angesprochen hatten. Die Versuchsteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Während die eine Gruppe über einen Zeitraum von 6 Wochen 5-mal in der Woche eine TMS-Behandlung erhielt, blieb bei der Kontrollgruppe das Gerät ausgeschaltet. Nach der 4. und der 6. Woche wurde der Zustand der Patienten mittels eines Tests überprüft und mit den Symptomen vor der Behandlung verglichen. Bei denjenigen Patienten, die eine aktive TMS-Behandlung erhalten hatten, besserte sich die Depression doppelt so stark, wie bei den Probanden, die keine echte Behandlung bekommen hatten.
Bei der Transkraniellen Magnetischen Stimulation werden die Nervenzellen im Gehirn durch magnetische Impulse durch die Schädeldecke hindurch angeregt. Die Technik ist schon länger als potenzielle Methode zur Behandlung von Depressionen bekannt, doch bisherige, kleinere Studien hatten widersprüchliche Resultate zu ihrer Wirksamkeit ergeben.
„Die TMS stellt eine Behandlungsoption für Patienten mit einer schweren Depression dar, die auf eine herkömmliche Behandlung mit Medikamenten nicht ansprechen“, sagt Dr. John P. O’Reardon, der Hauptautor der Studie.