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Verhaltenstherapie kann bei Problemen vor Monatsblutung helfen
 
[12.03.2010] 

Verhaltenstherapie kann bei Problemen vor Monatsblutung helfen

Eine  kognitiven Verhaltenstherapie kann Frauen bei depressiven Verstimmungen vor Beginn der Monatsblutung helfen, die im Rahmen des so genannten prämenstruellen Syndroms (PMS) auftreten. Es gibt in Studien Hinweise darauf, dass eine solche Therapie Depressionen und Ängste lindern kann, teilt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) in Köln mit. Allerdings hilft die kognitive Verhaltenstherapie erst nach etwas mehr als einem Monat bei den Beschwerden.

Wissenschaftler aus den USA und Kanada hatten verschiedene Studien analysiert, in denen psychologische Verfahren zur Behandlung des PMS untersucht wurden. Fünf Studien mit mehr als 150 Teilnehmern setzten dabei die kognitive Verhaltenstherapie ein. Ziel dieser Therapie ist es, Wege zu finden, mit denen sich der Alltag wieder besser bewältigen lässt. Diese Therapieform wird häufig bei Depressionen und Angststörungen eingesetzt.

Eine Studie mit mehr als 100 Teilnehmerinnen verglich eine Verhaltenstherapie mit der Wirkung von Antidepressiva. Die Medikamente konnten die Depression zwar besser lindern als die Therapie, erläutert das IQWIG. Die Wirkung habe aber nach dem Ende der Behandlung nicht angehalten. Den Nutzen, den manche Frauen von der Therapie hatten, sei dagegen noch mehr als zwölf Monate bestehen geblieben.

Unter dem Begriff PMS werden körperliche und psychische Beschwerden zusammengefasst, die etwa eine Woche bis zehn Tage vor dem Einsetzen der Menstruation auftreten. Dazu gehören Spannungsgefühle in den Brüsten, Unterleibs- und Kopfschmerzen, aber auch Stimmungsschwankungen. Etwa 75 Prozent der Frauen haben laut IQWIG gelegentlich mehr oder weniger starke Beschwerden. 5 Prozent leiden regelmäßig unter dem PMS.


 



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